Beikosteinführung Babynahrung

Das Leben mit einem Baby ist immer besonders spannend. Nicht nur das Kind lernt rasend schnell neue Dinge dazu, auch die Eltern müssen sich häufig an Veränderungen gewöhnen. Und oft stellen sie sich dabei natürlich auch die Frage, was und wie es das Beste für ihr Kind ist. Die Beikost Babynahrung etwa, ist eines der wichtigsten Themen im ersten Lebensjahr eines Kindes.

Wann sollte man mit der Beikost Babynahrung beginnen? Möglichst früh oder sollte man doch so lange wie möglich stillen? Und was muss ich dann bei der Beikost selbst alles beachten? Muss ich trotzdem noch Milch zufüttern? Oder darf ich das überhaupt? Was ist zu tun, wenn einer der Eltern oder gar beide unter einer Lebensmittelunverträglichkeit leiden?

Diese Fragen sind alle verständlich und nachvollziehbar. Und meist gibt es darauf keine eindeutigen Antworten. Aber man kann den Eltern zumindest einige „Leitfäden“ zum Thema Beikosteinführung Babynahrung an die Hand geben, die es ihnen leichter machen, die für ihr Kind und für sie selbst beste Entscheidung zu treffen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Beginn der Beikosteinführung?Beikosteinführung

Die Frage nach dem Wann ist für die meisten Eltern mindestens so wichtig, wie die Frage nach dem Was. Weder möchte man zu früh mit der Beikost beginnen und damit evtl. irgendwelche Unverträglichkeiten oder Allergien fördern, noch möchte man zu lange und damit vielleicht dem Kind wichtige Nährstoffe vorenthalten, deren Bedarf es irgendwann mit der Milch nicht mehr decken kann. Zur Beruhigung sei hier gleich einmal erwähnt: Einen absolut unumstößlichen Stichtag für den ersten Brei gibt es nicht!

Zunächst einmal muss ein Kind motorisch überhaupt in der Lage sein, Brei zu essen. Dabei werden nämlich ganz andere Muskeln und Bewegungen gefordert, als beim Milchtrinken. Und wie es eben manche Kinder gibt, die bereits mit 9 Monaten laufen, während sich andere bis zu 15 Monate oder länger damit Zeit lassen, so ist das auch mit der Fähigkeit Brei vom Löffel zu nehmen und zu schlucken.

Aber woher wissen die Eltern denn nun, wann ihr Kind so weit ist?

Das kann selbst ein Kind, das noch nicht sprechen kann, sehr gut zeigen. Sobald ein Kind die Eltern beim Essen intensiv beobachtet, mit am Tisch sitzen will, das Besteck mit den Blicken verfolgt und vielleicht sogar selbst den Mund öffnet oder mit dem Händchen nach dem Essen greifen will, ist das für die Eltern das Signal, langsam über den ersten Löffel Brei nachzudenken. Dieser Zeitpunkt liegt meist bei einem Alter des Kindes irgendwo zwischen 4 Monaten und einem knappen Jahr.

Was sollte man bei den ersten Fütterversuchen unbedingt beachten?

Beikost BabyNun muss man aber auch nicht gleich überstürzt zum Löffel greifen. Wichtig ist nämlich, dass sowohl das Baby, als auch Mama oder Papa oder wer auch immer den ersten Löffel halten darf, möglichst entspannt sind. Ist die Umgebung, laut und unruhig, für das Kind vielleicht auch ungewohnt, ist es gut möglich, dass es von dem Neuen eher abgeschreckt als angetan ist.
Auch wenn die ersten Fütterungsversuche nicht besonders klappen sollten, sollten die Eltern weder die Geduld noch die Ruhe verlieren. Manchmal hofft man, dass es zum Beispiel mit einem anderen Löffel besser klappt. So ein Wechsel irritiert das Kind aber meist nur.

 

Wie funktioniert der Wechsel von der Milch zum Brei?

Bei den ersten Fütterversuchen sollte man es bei 3 bis 5 Löffelchen belassen. Danach kann man aber gerne von Tag zu Tag die Menge so lange steigern, bis das Kind nach dem Brei so satt ist, dass es keine Milch mehr danach möchte. Spätestens wenn das Kind aber den Mund nicht mehr öffnet, oder sogar den Kopf wegdreht, heißt es Stopp. Das Kind zeigt ganz deutlich, dass es keinen Brei mehr möchte.

Welche Rezepte gibt es für selbst gekochten Babynahrung Brei?

Besondere Rezepte für einen Babybrei braucht man eigentlich gar nicht. Zu Beginn kocht man lediglich 50g Gemüse, später dann 100g zusätzlich mit einer Kartoffel und 30g Fleisch oder Fisch in möglichst wenig Wasser. Ist das Gemüse weich gekocht, wird alles mit dem Kochwasser fein püriert, mit 1EL Öl und 3EL Saft vermischt, fertig.
Wer sich dennoch unsicher ist oder vielleicht auch etwas mehr Abwechslung möchte, kann sich eines der speziellen Rezeptbücher zu diesem Thema kaufen. Dort sind dann meist auch gleich die Mengen angegeben, die man verwenden sollte, wenn man gleich einige Mahlzeiten vorkochen und einfrieren möchte.

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Wie lange muss/sollte man noch Milch zufüttern?

Auch diese Frage beantwortet jedes Kind für sich individuell. Manche sind vom Brei so begeistert, dass sie schon nach wenigen Tagen eine komplette Milchmahlzeit ersetzt haben. Andere dagegen brauchen einfach etwas mehr Zeit um sich an die Umstellung zu gewöhnen. Beide Varianten sind aber absolut in Ordnung.
Um sicher zu gehen, dass ihr Kind auch wirklich satt ist und nicht nur einfach keine Lust mehr auf Brei hat, sollten Eltern einfach vor allem nach den ersten Breiversuchen noch etwas Milch anbieten. Wird diese vom Kind abgelehnt, muss man es auch nicht weiter versuchen.

Welche Portionsgrößen sind ok, woher weiß ich, ob mein Kind satt ist?

Ebenso wie bei uns Erwachsenen, so gibt es auch schon bei den Kleinsten „gute“ und „schlechte“ Esser. Manchen Kindern ist ein Gläschen viel zu viel, andere brauchen noch einen Nachschlag. Wichtig ist deshalb, dass die Eltern auf die Signale ihres Kindes achten. Macht das Kind den Mund auf, greift es nach dem Löffel oder dem Essen, dann hat es noch Hunger. Lässt es den Mund dagegen geschlossen und dreht den Kopf gar weg, dann ist es satt.

Gibt es Lebensmittel, die im ersten Lebensjahr komplett „verboten“ sind?

Auf Salz sollte man den Nieren zuliebe im ersten Lebensjahr möglichst verzichten, Nüsse sind zu hart und können leicht verschluckt werden und Honig kann vor dem ersten Geburtstag den sogenannten Kleinkind-Botulismus auslösen. Zum Wohle des Kindes sollten diese Dinge also frühestens im zweiten Lebensjahr anbieten.

Ab wann kann ein Kind ganz normal am Tisch mitessen?

Mit einem Jahr können Kinder gerne am ganz normalen Familienessen teilnehmen. Mit scharfen Gewürzen sollte man dann aber etwas vorsichtiger umgehen. Was Gewürze betrifft, so brauchen Kinder sie nicht unbedingt, weil ihr Geschmackssinn sich noch von dem der Erwachsenen unterscheidet, aber sie vertragen sie ohne Probleme. Extrakochen muss also nicht sein.

 

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